Verfasst von: Christian | 14. Juli 2008

Lernen mit Bildern

Die berühmte Eselsbrücke, die man sich bauen muss, um etwas besser zu behalten, die hat vermutlich schon jeder von uns mal benutzt. Oder, dass man sich besser merkt, was man mal aufgeschrieben hat. Der berühmte Spickzettel hat seine Wirkung auch darin, dass durch das Schreiben, und damit auch Sehen, auch das Lernen und Erinnern gefördert wird. Unglücklicher Weise gibt es jetzt Kopierer, so dass dieser Effekt seine Bedeutung verloren hat.

Dass wir über Assoziationen leichter lernen und erinnern, ist also eine alte Weisheit und wird seit Generationen praktiziert. Hochbegabte, die ein besonderes Erinnerungsvermögen haben, bedienen sich dieser Technik. Sie haben einen festgelegten Weg, entweder in ihrem Haus, oder den Weg zur Arbeit oder auch einfach einen Weg, den sie sich ausgedacht haben. Auf diesem Weg befinden sich in einer bestimmten Reihenfolge markante Punkte, die als Assoziation benutzt werden. Wenn man sich nun eine Zahlenkombination merken muss, dann „legen“ diese Hochbegabten in der ihnen vertrauten Reihenfolge die Zahlen auf diese markanten Punkte, d.h. sie assoziieren einen bestimmten Ort mit der zu merkenden Ziffer. Je mehr bildliches Vorstellungsvermögen vorhanden ist, umso besser wird das Erinnerungsvermögen. Man kann diese Art des Lernens oder des Erinnerns sehr gut selber trainieren.

Beispiel: Platz 1 könnte der Nachttisch neben dem Bett sein und die erste Ziffer, die man sich merken muss, die 7. Nun wird eine Verbindung zwischen dem Nachttisch und der 7 im Gehirn geschaffen, die uns wie ein Schlüssel hilft, die Tür zur Erinnerung später wieder aufzuschlagen. Noch effektiver ist es, auch der Zahl oder dem Objekt ein festes Bild zuzuordnen. Sagen wir zum Beispiel, wir verknüpfen fest mit der Zahl 7 die Form eines Kreises. Dann würde es bedeuten, wir uns merken, auf dem Nachttisch liegt der Kreis. Zum Erinnern ist es wichtig, die Vorstellung zu visualisieren, man muss den Kreis auf dem Nachtisch förmlich vor sich sehen. Einfache Zahlen können wir natürlich an der geschriebenen Form visualisieren, aber wenn man noch effetiver lernen möchte, dann kommt man nicht umhin, auch einer 125 ein eigenes Bild zuzuordnen. Es klingt jetzt alles etwas schwer verständlich, aber um es auf einen Nenner zu bringen: Unser Gehirn lernt besser durch Assoziationen. Es braucht die Verknüpfung vom analytischen Teil des Gehirns zum Abstrakten um sich später besser erinnern zu können. Es ist ein wenig so wie wir, die ja auch zwei Beine brauchen, um sicher zu stehen.


Einen Kommentar hinterlassen

Ihre Antwort:

Kategorien