Wissenschafler haben das widersinnige Verhalten von pubertären Jugendlichen entschlüsselt. Sie haben heraugefunden, dass sich die Hirnsysteme zuu unterschiedlichen Zeiten entwickeln. Mit 14 bis 15 is das Zusammenspiel der Hirnregionen am schlechtesten. Mit 25 ist das Gehirn erst ausereift.
Hier ein Beispiel: vier Junen, um die 14 Jahre alt, aus der USA, haben Nachts ans Fenster einer Freundin mit Seinchen geworfen. Weil sie keine Reakion hatte, haben sie einen größeren Stein genommen, die Alarmanlage wurde ausgelöst und die Polizei kam. Die Jungs wollten sich verdrücken, sahen den Polizeiwagen kommen, und was war das dümmste was sie un konnten? Sie sind davon gerannt. Sie haben nicht daran gedacht, dass es ungefährlicher gewesen wäre den Vorfall zu erklären, als sich dem Risiko auszusetzen, on den Wachmännern angeschossen zu werden. Einer dieser Juns war der Sohn von Professor Laurence Steinberg von der emple Universität in Philadelphia. „Als ich ihn fragte, was er sich dabei gedacht habe, wegzulaufen, sagte er nur: ‘Das Problem ist, Papa, dass ich gar nichts gedacht habe.’ „Das hat mich zum Grübeln gebracht“, sagt Steinberg auf dem Psychologenkongress in Berlin. Dieses Erlebnis hat Steinberg dazu gebracht, die Hormonspiegel von Pubertierenden zu untersuchen und auch ihre Gehirne und ihr Verhalten. Er nenn es „die Geschichte von zwei Gehirnen“, das eine Hirnsysem ist das sozio-emotionale, das in der Jugend grße Änderungen durchmacht. Durch seine Aktivierung steigt die Gier nach Sensationen, emotionale Aufmerksamkeit und die Empfänlichkeit für soziale Informationen. Das zweite Hirnsystem ist das konitiv-kontrollierende. Dieser entwickelt sich viel langsamer, erst im Alter von 25 ist es ausgereift. Dieses System erhöht die Impuls- und Emotionskontrolle, verbessert Planungsfähigkeit und logisches Denken.
Die Dicke der Großhirnrinde ist vor der Pubertät am größten, die Hirnzellen sind noch wild verzweigt. In der Pubertät lernt das Gehirn, sinnvolle Verknüpfungen zu stärken und unsinnige abzubauen. Mit 25 Jahren ist das Großhirn „ausgewachsen“.
„Timing ist alles“, fasst Steinberg die neurobiologischen Erkenntnisse zusammen. „Mit 14 bis 15 Jahren ist das Zusammenspiel der beiden Hirnsysteme am schlechtesten, bei Mädchen etwas früher, bei Jungen etwas später.“ Sind die Jugendlichen dann noch mit Freunden unterwegs, scheint der Einfluss des rationalen Denkens auf ihre Handlungen immer mehr zu schwinden. Giedd konnte den Einfluss von Gruppen deutlich zeigen: „Wenn die Jugendlichen am Computer Autorennen spielen, fahren sie mäßig riskant“, sagt er. „Sagen wir ihnen, dass ihre Freunde sie beim Spiel beobachten, steigt die Zahl der virtuellen Crashs stark an.“
