Seit vielen Jahren zählt die Akupunktur zu den beliebtesten Therapien bzw. Naturheilverfahren, sei es bei Rückenproblemen oder Migräne. Dennoch ist die Methode bei Schulmedizinern umstritten, da konkrete Nachweise für ihre Wirksamkeit fehlen.
In der chinesischen Lehre gibt es über 300 Akupunkturpunkte, in die je nach Leiden gezielt Nadeln eingeführt werden. Traditionell werden Zunge und Hautbeschaffenheit diagnostiziert und der Puls überprüft. Die Untersuchung gibt Aufschluss über den Fluss der Lebensenergie Qi, die bei Krankheit gestört ist. Durch die Nadeltechnik soll das Qi wieder zu unbehindertem Fließen gebracht werden.
Eine Schmerzlinderung verspüren zwar viele Patienten während der Akupunktur, allerdings hängt dies laut Schulmedizinern damit zusammen, dass durch den Einstich schmerzlindernde Endorphine ausgeschüttet werden. Generell ist die Akupunktur keine Garantie für schnelle Genesung und nicht jede Sitzung hat immer die gleiche Wirkung.
Auch ist eine Art Placebo-Effek denkbar. In einigen Studien wurde beispielsweise neben der normalen Akupunktur auch Scheinakupunktur verwendet. Hier wurden ohne Wissen des Patienten keine der traditionellen Akupunkturpunkte gestochen. Die Effekte waren dennoch gleichermaßen positiv. Diese Ergebnisse legen nahe, dass der bloße Glaube an die Wirksamkeit bereits einen wichtigen Teil zur Schmerzlinderung beiträgt. Es heißt wohl nicht umsonst, dass der Glaube Berge versetzen kann