Verfasst von: Christian | 8. Juli 2008

Psychologie im Alltag – Emotionale Intelligenz

Ich habe ja vor einiger Zeit einige Blogs geschrieben, in denen es um „kluges Verhalten“ im Alltag ging. Diese ganzen Dinge kann man eigentlich unter der Überschrift der emotionalen Intelligenz zusammenfassen. Ist ein Mensch befähigt, Dinge des Alltags ohne großes Nachdenken richtig zu gestalten, kann er sich gut in andere Menschen herein versetzen, hat er gute Problemslösungsstrategien für sich selbst entwickelt, dann besitzt er eine Form von Intelligenz, die nur bis zu einem gewissen Grad erlernbar ist.

Schöne Beispiele von fehlender emotionaler Intelligenz liefern uns fast täglich unsere Politiker. König unter ihnen ist fast unbestritten Rudolf Scharping, der den vorher Führenden in dieser Kategorie, Präsident Lübke, abgelöst hat.

Der arme Mann hat Zeit seines Lebens eine unglückliche Figur abgegeben und keiner hat es ihm gesagt. Von seinen Fahrradunfällen, über die an die Presse weitergebeben militärischen Geheiminformationen zum Einmarsch im Kosovo bis zu den Bildern im Pool mit seiner Gräfin. Man könnte endlos weitermachen, denn der Mann ist förmlich von Fettnäpfen zu Fettnäpfen gesprungen. Bezeichnend ist, dass ihm niemand seine Ausrutscher so richtig böse genommen hat, weil einfach jeder merkt, der Mann kann nicht besser, seine Fähigkeit zur Selbstbeobachtung etwa etwa so ausgeprägt wie bei einem Gummibärchen.

Zur emotionalen Intelligenz gehört auch, sich in andere Menschen hinein versetzen zu können und somit Situationen nonverbal schneller uns besser zu erfassen. Man könnte es auch als Fähigkeit zum Lesen zwischen den Zeilen bezeichnen, da sich der Empfänger nicht auf die primäre Botschaft konzentriert, sondern auf deren eigentliche Bedeutung.

Beispiele gibt es viele, aber wenn zum Beispiel ein Politiker einem Arbeitslosen während einer Veranstaltung Bier über den Kopf kippt und ihm sagt, wenn er sich rasieren würde dann hätte er in drei Tagen einen Job, dann versteht man, dass die eigentliche Botschaft folgende ist: „Ich habe es satt mich täglich mit diesem faulen Pack rumzuschlagen. Viel lieber würde ich jetzt in den Urlaub fahren oder bei meiner Familie sein. Dieser arbeitslose Penner ist Schuld, dass ich jetzt hier mit anderen Deppen zusammen auf der Bühne stehen und eine Rede halten muss.“ Ok, ich denke, ihr habt verstanden, was ich meine, es gibt bessere Beispiele, aber die stehen dann in Lehrbüchern und dies hier ist ein Blog. 🙂


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