Verfasst von: Christian | 15. Juli 2008

Bournout-Syndrom


Als Burnout bezeichnet man einen Zustand körperlicher, geistiger und emotionaler Erschöpfung. Früher hat man sich einfach als „ausgebrannt“ bezeichnet, aber das ist natürlich nicht so modern wie der Burnout und hört sich auch weniger kompliziert an. Ist man „ausgebrannt“, so muss man sich einfach mal ein Wochenende aufs Sofa legen oder in die Sauna gehen, bei einem Burnout hingegen ist der zweiwöchige Kuraufenthalt mit anschließender Psychotherapie eigentlich schon das Mindeste, was einem die Versicherten-Gemeinschaft oder der Staat zu finanzieren hat. Gerade Beamte und Lehrer leiden ja sehr unter zunehmender Belastung. Die Unsicherheit, ob sie tatsächlich bis zum Pensionsalter arbeiten müssen oder nicht doch noch einen Trick finden, ihre Bleistiftallergie als Grund für eine Berufsunfähigkeit und vorzeitige Entlassung in den Ruhestand mit 45 Jahren durchzubringen, nehmen viel als zusätzlichen Stressfaktor war und brechen unter der ohnehin schon großen Belastung zusammen. Viele denken ja, dass Lehrer ein einfacher Beruf mit viel Urlaub sei, aber das ist nur ein Gerücht. Unsere Lehrer nutzen ja die unterrichtsfreie Zeit regelmäßig zur Fortbildung, um für unsere Kleinen immer alles geben zu können. Selbstverteidigungkurse und Schiesstrainings stehen Augenblicklich besonders hoch im Kurs, aber der eine oder andere Biologie-Lehrer soll auch tatsächlich beim Besuch eines Fachseminars beobachtet worden sein.

Ansonsten witmen sich unsere Lehrer der Kneipenkultur und investieren ihr hart erarbeiteten Euro in Chardonnay oder Morio Muskat. Selbstverständlich tun sie dies nicht zum Selbstzweck, sondern denken dabei ständig an ihre kleinen Racker, die sie nach nur 8 Wochen Sommerpause bereits wieder in Empfang nehmen müssen. Ich kenne Lehrer, die wissen in Europa besser Bescheid als jeder Touristenführer. Kreta (2 Wochen), Florenz (5 Tage), Paris (5 Tage), Cote de Azur (3 Wochen), Budapest (1 Woche) und Prag (1 Woche) kann man bei guten Timing als Lehrer der Gymnasialstufe locker in einem Jahr unterbringen, ohne dabei in Verdacht zu geraten, an jedem Ort nur für das obligatorische Urlaubsfoto gewesen zu sein. Und es bleibt immer noch Zeit den Nachbarn vorzugaukeln, dass man als Lehrer den Urlaub ja nur auf Balkonien (2 Wochen) verbringen kann, weil Geld und Zeit so knapp sind.


Responses

  1. Ich bin seit 18 Jahren selbständig habe meine Firma aufgebaut einen KFZ Handel und Lackierungen habe mit einen Mechaniker angefangen sind zur Zeit habe ich 9 Angestellte in den ganzen Jahren nie Urlaub gemacht aber zur Zeit bin ich kraftlos, müde,gereizt, unausgeglichen, und ständig nach Aufträge schauen und ob genügend Geld reinkommt um die Leute zu zahlen fällt mir immer schwerer, habe versucht einen Teilhaber zu finden oder einen jungen Meister der mir einen Teil der Arbeit abnimmt, was noch dazu kommt ist das ich 100% schwerbehindert bin und an manchen Tagen kaum noch aufstehen kann vor Schmerzen was soll ich tun? Insollvence anmelden dann waren 17Jahre umsonst?


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