Verfasst von: Christian | 4. August 2008

Ist Gott nur ein Blitz in unseres Gehirns?

Nachdem die Wissenschaft jahrzehntelang den Menschen nur als ein Opfer seiner verhaltensbiologisch notwendigen Übnerlebensinstinkte beschrieben hat, kommt jetzt das nächste Extrem. Nun sind unsere Gedanken und Gefühle nach den neuen Erkenntissen ledigliche Blitze von elegtromagnetischen Impulsen, die durch unseren Körper jagen.

Studien mit Nonnen des Karmeliterordens haben gezeigt, dass bestimmten Regionen Aktivierungen in zeigen, wenn sie sich in einem Zustand der Einheit mit Gott befanden. Es sind die Regionen, die durch starke Emotionen aktiviert werden. Ist der Glaube an Gott somit nichts anderes als ein starkes Gefühl, etwa ein Gefühl der Geborgenheit? Es stellt sich die Frage, ob unser religiöser Glaube nicht im Endeffekt auf die Aktivität im Gehirn reduziert werden kann. So treten stark religiös geprägte Erlebnisse bei Patienten mit einem Krampfanfall, einer sogenannten Epilepsie, auf. Auch Patienten mit einer Schizophrenie zeigen immer wieder starke religiöse Erlebnisse. Einige dieser Patienten erleben sich selbst als Gott und verhalten sich dann auch entsprechend.

Weltweit versuchen Wissenschafter und Philosophen, das Wesen Gottes und der Religion zu lösen. Neue Ergebnisse der Gehirnforschung legen den Gedanken nahe, dass wir von Natur aus zum Glauben programmiert sind. Professor Georg Northoff: „Wir müssen glauben und können nicht anders.“

Im Zuge der Erforschung des Gehirns und seiner neuronalen Strukturen stellt sich die Frage, in welchem Zusammenhang der Glaube, vor allem der religiöse Glaube, mit der Aktivität des Gehirns steht. Früher hat man den Glauben an Gott mit einem Geist und einer Seele verknüpft, die nicht stofflicher Natur waren. Die jüngsten Forschungen der Neurowissenschaften zeigen jedoch immer deutlicher, dass die Annahme einer nicht materiellen Seele, eines nicht stofflichen Geistes, unwahrscheinlich ist und dass die Funktionen, die man mit solch einem Geist verknüpft hat, eher mit den Gehirn und seinen neuronalen Zuständen verknüpft werden müssen.


Responses

  1. Meiner Meinung nach kann niemand beweisen ob Gott existiert oder nicht, ich fand den Beitrag interessant, aber wuerde gern mehr ueber dieses Thema lesen. Also, ich warte auf den zweiten Beitrag :)). Gruss

  2. „Professor Georg Northoff: “Wir müssen glauben und können nicht anders.”“

    Was ist denn mit den Atheisten?
    Ich schließe mich Astridy an und warte ebenfalls auf mehr.

  3. ich fand den artikel auch sehr interessant, hab aber vorher schon davon gelesen und war eig nur auf der suche nach hinweisen auf die menschen, die diese bestimmten hirnregionen nicht haben, aber ansonsten normal leben, also auf der suche nach menschen, die nicht glauben können. atheisten gehören für micj nicht zu dieser gruppe, weil sie glauben, und zwar daran, dass es gott nicht gibt.
    wer irgendwelche sites kennt auf denen ich mehr informationen über diese „behinderung“ finden kann, sollte sie vielleicht in einen kommentar unter meinen schreiben. dankeschön

  4. Religiöser „Glaube“ ist lediglich eine spezielle Form zu glauben! Glauben ist deswegen auch ganz ohne „Glauben“ möglich. Glaubensüberzeugungen aller Art beruhen auf etwas, was bei Geburt schon vorhanden ist: sich auf etwas – ggf. blind… – zu verlassen. (s. http://www.sgipt.org/sonstig/metaph/glaube/iwk_gl.htm )


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: