Verfasst von: Christian | 27. August 2008

Auch Affenblut ist dicker

In einer Studie haben Wissenschaftler gezeigt, dass Kapuzineraffen bei der Futterverteilung einen Unterschied zwischen Familienmitgliedern bzw. Freunden und aussenstehenden Tieren machen.

Das haben Forscher um Frans de Waal von der Emory University in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia herausgefunden, die bereits zahlreiche Experimente zum Sozialverhalten von Primaten durchgeführt haben.

Diesmal hatten sie Versuchstiere vor die Entscheidung gestellt, ob sie eine Futterprämie allein erhalten wollten oder ob auch ein zweiter Affe mit versorgt werden sollte. Wenn Familienmitglieder oder anderweitig nahestehende Tiere anwesend waren, hätten sich die getesteten Affen überdurchschnittlich oft für die „prosoziale“ Verteilung entschieden, die auch dem anderen Affen Futter bescherte, berichten die Wissenschaftler im Magazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“.

Die Forscher hatten acht Kapuzineraffenweibchen mit zwei Arten von Spielchips ausgestattet. Den einen Typ davon konnten sie gegen eine Apfelspalte für sich selbst eintauschen, für den anderen Typ erhielt auch ein zweiter Affe im Raum ein Leckerli. Den Forschern fiel auf, dass die Affen bei Anwesenheit von nahestehenden Tieren meistens die soziale Option wählten.

„Der Umstand, dass die Kapuzineraffen überwiegend die prosoziale Option gewählt haben, muss bedeuten, dass es sie glücklich macht und befriedigt, wenn auch ein anderer Affe etwas zu fressen bekommt“, sagte de Waal. Eine Erklärung dafür könne sein, dass die Affen die Fähigkeit zur Empathie, also zum Mitfühlen mit sozial nahestehenden Individuen, haben. Möglicherweise sähen die Tiere ihren Freunden und ihrer Familie aber auch nur einfach gern beim Essen zu.

Bei unbekannten Affen setzten die Tiere jedenfalls auf eine komplett egoistische Strategie: Für die Fremden blieb der Futtertrog leer.


Responses

  1. Ist es nicht genauso bei Menschen? Wir sind mit unseren Freunden und Familien sehr großzügig und können auf verschiedene Sachen verzichten. Danach freuen wir uns auch, wenn der, den wir lieben, sich auch freut 🙂

  2. Scheint eine Art zu sein, zu sagen, dass Egoismus in der Natur entstanden ist. Wir finden Entschuldigen fuer unser Verhalten in den merkwuerdigsten Plaetzen.

  3. also ich bin die Sorte Mensch die sich sehr freut wenn es meinen Freunden gut geht


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