Verfasst von: Christian | 28. August 2008

Im Schlaf werden Erinnerungen selektiert

Dass der Schlaf eine wichtige Rolle bei der Speicherung von Erinnerungen spielt, ist allegemein bekannt und wurde auch schon mehrfach belegt. Jetzt haben Wissenschaftler der Harvard Universität, USA in einer aktuellen Untersuchung nachgewiesen, dass sich im Schlaf auch entscheidet, welche Art von Erinnerungen erhalten bleiben und welche man vergisst. Während emotionale Aspekte von Ereignissen im Gedächtnis bleiben, verblassen die neutralen Details einer Begebenheit zusehends.

In der Studie mit Studenten wurden den 88 Teilnehmern Bilder vorgelegt, auf denen neutrale Objekte (Auto) vor einem ebenfalls neutralem Hintergrund (Haus) oder negativ gefühlsbesetzte Objekte (Autounfall) vor neutralem Hintergrund (Haus) zu sehen waren. Die Erinnerungen der Studenten an die zentralen Objekte der Abbildungen und die Hintergründe der Szenen wurden getrennt überprüft, um das Gedächtnis bezüglich emotionaler und neutraler Aspekte von Begebenheiten miteinander vergleichen zu können.

In getrennten Versuchsgruppen wurden den Probanden die Bilder nach 12 Stunden ein zweites Mal vorgelegt. Personen, die tagsüber wach geblieben waren, hatten nach 12 Stunden sowohl die negativen oder neutralen Objekte als auch die Hintergründe vergessen. Studenten, die innerhalb des gleichen Zeitraums geschlafen hatten, konnten sich hingegen genauso detailliert an die zentralen negativen Objekte, wie das beschädigte Auto, erinnern, wie Teilnehmer einer weiteren Untersuchungsgruppe, die bereits 30 Minuten nach dem Ansehen der Bilder befragt worden waren. Die Erinnerungen an die neutralen Objekte und Hintergründe waren allerdings verblasst.

Die Forscher schließen daraus, dass während des Schlafs die Wichtigkeit oder Besonderheit von Informationen abgewogen wird und nur als relevant erachtete Informationen erhalten bleiben.


Responses

  1. Ja… das habe ich auch bemerkt. Es ist komisch, dass wir und nur die Schlechte Sachen merken. Was gut ist, vergessen wir ganz schnell 😦

  2. Merkwuerdig .. mir gefiehl der Beitrag sehr, und die Seite auch, denn ich habe viele neue Sachen gelernt. Gruessis!

  3. Neulich habe ich in einer Psychologiezeitschrift nachgelesen dass das Erlernen von prozeduralen Fähigkeiten tatsächlich durch den Schlaf befördert wird. Jetzt erfahre ich dass im Schlaf auch meine Erinnerungen nach ihrer Wichtigkeit sortiert werden. Vielleicht sollte ich in Zukunft mehr schlafen.

  4. viel Schlaff ist auch nicht gut,man sollte eigentlich nicht mehr als 5ß6 stunden am Tag schlaffn denn sonst wacht man ganz neben der Rolle auf


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