Verfasst von: Christian | 2. Oktober 2008

Was träumen wir, wenn wir träumen.

Wir fliegen durch die Luft, können durch Mauern sehen oder unterhalten uns mit Tieren – im Traum erscheint alles möglich. Die Grenzen zwischen verschiedenen Zeiten und Räumen werden in der Traumwelt überschritten, wir springen von einem Ort zum anderen, erleben Zeitreisen und dennoch erscheint uns alles ganz normal.

Wir können das Erlebte nicht überdenken oder kritisch bewerten. Auch dann nicht, wenn wir selbst, wie in den meißten unserer Träume der Fall ist, selbst die Hauptrolle spielen.

Im Traum überrascht uns nichts. Im Traum sind wir also der irationalen, völlig unlogischen Welt ausgeliefert. Als ob das nich reichen würde sind diese auch noch überwiegend negativ: Die Auswertung der Traumberichte von mehr als 650 Menschen in einem amerikanischen Schlaflabor ergab, dass diese erheblich häufiger von Unglück, Versagen oder Missgeschicken träumten als von positiven Erlebnissen.

Mehr als ein Drittel der Träume waren von Angst und Furcht geprägt. Glücklicherweise sorgt eine weitere typische Traumeigenschaft für Linderung: Viele Gefühle bleiben in der Traumwelt gedämpft, sie erreichen bei weitem nicht die Intensität wie im Wachzustand.

Und auch das Vergessen schützt: Viele glauben, überhaupt nicht an Träumen, doch fast alle Menschen verbringen jede Nacht eine bis zwei Stunden im Traumschlaf. Sie wissen es nur nicht mehr, denn die meisten Träume hinterlassen in unsere Erinnerung keine Spuren. Meistens sind wir uns nur dann bewusst, überhaupt geträumt zu haben, wenn wir  aus dem Traumschlaf aufschrecken.

Im Gehirn selbst zeigen sich die „Schatten“ der Traumwelt: Der chinesische Schlafforscher C.C. Hong konnte 1996 einen Zusammenhang zwischen Sprechen und Hören im Traum und einer erhöhten Aktivität im Sprech- und Hörzentrum des Gehirns nachweisen. Offensichtlich sind, zumindest für Teile unseres Gehirns, Träume sehr real. Wenn wir im Traum laufen, essen, zuhören oder lachen, senden die zuständigen Gehirnbereiche die selben Signale aus, wie auch im Wachzustand. Hypnose Zürich


Responses

  1. Ich hatte irgendwo gelesen dass im Traum zu traeumen dass du fliegen kannst ein sehr seltener und wirklich aussergewoehnlicher Gefuehl ist.

  2. Ich finde das aeusserst interessant die Traumen der Menschen zu analysieren. Sehr komisch dass die meisten Traeume eher negativ sind.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: