Verfasst von: Christian | 3. Oktober 2008

Trennungskinder – stabile Familienstrukturen sind wichtig

Eine Studie der Ohio State Universität bestätigt, dass es für Scheidungskinder eine große Rolle spielt, ob sie nach der Trennung ihrer Eltern in stabilen Familienverhältnissen leben oder hin- und her gerissen werden. Die Studie untersuchte über 6.000 Kindern ab einem Alter von 14 Jahren bis zur Volljährigkeit. Trennungskinder die nach der Scheidung in stabilen Verhältnissen lebten besuchten ebenso oft die Hochschule wie Kinder, deren Eltern immer zusammenlebten. Weniger Trennungskinder, die beständige Familienstrukturen nach der Trennung erlebten, erreichten jedoch im Alter von 26 Jahren im Vergleich ihren Altersgenossen aus ungetrennten Familien außerordentliche Abschlüsse, hohes Berufsansehen und hohe Einkommen. Am schlechtesten in Bezug auf die Kriterien Lebensstandard, Einkommen, beruflicher Erfolg und Ansehen schnitten Kinder aus Scheidungsfamilien ab, die auch nach der Trennung ihrer Eltern ständig wechselnden Familienverhältnissen ausgesetzt waren. Die Wissenschaftler erklären dies folgendermaßen: Durch eine Scheidung erleiden betroffene Teilfamilien meist finanzielle Einbußen. Sie haben weniger Zeit, sich um ihre Kinder und schulische Belange zu kümmern. Wenn sich die Situation für Kinder nicht beruhigt und ständig weitere Familienkrisen folgen, haben Kinder – und auch deren Erziehungsberechtigte – noch weniger Zeit sich auf ihre Bedürfnisse zu konzentrieren. Aber natürlich spielt auch der emotionale Aspekt eine Rolle. Kinder wünschen benötigen für ihre geistige Entwicklung eben stabile Verhältnisse und sind mit dem auf die Scheidung folgenden Konflikte oft überfordert. Sie werden von Eltern teilweise sogar für Auseinandersetzungen genutzt. Erpressungen mit Besuchszeiten oder Alimenten sind eher die Regel als die Ausnahe. Dass Kinder in solch einem Umfeld nicht ungestört und glücklich aufwachsen können, muss man nicht beweisen, das sagt uns der gesunde Menschenverstand.

Eltern die sich trennen, sollten im Sinne ihrer Kinder Schadensbegrenzung betreiben und ihnen dadurch die Chance auf eine normale emotionale Entwicklung geben. Für Kinder ist es schon so eine unvorstellbare Belastung zu sehen, dass die Eltern auseinander gehen, da sollte man ihnen den Rest der schmutzigen Wäsche ersparen.


Responses

  1. Also die Ohio State Universitaet sagt eigentlich was uns auch unser gesundes Menschenverstand uns sagt und zwar dass Kinder eine stabile Familienstruktur benoetigen um sich erfolgreich zu entwickeln. Ok und?

  2. Kinder sind haeufig der einzige Grund warum eine Familie die eigentlich sich trennen sollte zusammen bleibt. Der Einfluss auf solche Kindern verdient auch ernsthafte Untersuchung.

  3. Das interessanteste an der Studie ist immer noch, wie man mit völlig leeren Aussagen bzw. längst bekanntem Allgemeinwissen Geld verdienen kann.

    Viel sinnvoller erscheint mir die Fragestellung, welches Betreuungsmodell nach einer Trennung sich am besten bewährt hat. Das in Deutschland meist angewandte Alleinerziehungsmodell mit 14-tägigem Besuchsrecht, Natural- und Barunterhalt zu gleichen Teilen oder gar kein Kontakt zu einem zweiten Elternteil. Dabei müßte noch einmal differenziert werden, ob die Trennung durch Streit oder äußere Faktoren/höhere Gewalt zustande kam.


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