Verfasst von: Christian | 18. November 2008

Sektenmassenmord von „Jonestown“ jährt sich zum 30ten mal

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Vor 30 Jahren kam es zu einem der entsetzlichsten Massen-Selbstmorde einer Sekte.

Die Anhänger der vom Sektenführer James Warren Jones geründeten Agrar Kommune „Jones Town“ im Urwald von Guyana brachten sich auf dessen Geheiß zum größten teil selber um. Anscheind wurden aber auch Sektenmitglieder die sich weigerten getötet, um den Willen von Jones vollständig zu erfüllen.

Die Sekte Tempel des Volkes, war zu Beginn Ihrer Gründung genau wie viele andere Sekten in den USA und ließ nicht auf den tragischen Massenmord schließen, der sich später im tiefen Urwald ereignen sollte.

Jones, Sohn eines Ku Klux Klan Mitglieds, war wie so viele Sekten Gründer als Iedalist gestartet und predigte Brüderlichkeit und Gleichheit. Besonders gegen den Rassismus, den er im eigenen Elternhaus kennengelernt hatte, wendete er sich vehement. Seine charismatische Erscheinung und die Botschaft, die im Trend der damaligen Zeit lag, lieferte ihm eine Vielzahl von neuen Mitgliedern, die sich meist am Rande der Gesellschaft befanden und sich von der Botschaft der Sekte besonders angesprochen fühlten.

Aber Jones verfiel offenbar bald dem Größenwahn…..hielt sich selbst für Gott und meinte der könne Krankheiten heilen und sogar Tode wiederauferwecken. Nachdem die Sekte schon nach Kalifornien umgezogen war, Jones erwartete einen baldigen Atomschlag, wurden immer mehr Vorwürfe laut, Sektenmitglieder würden gefoltert und sexuell Missbraucht.

Jones reagierte wieder mit einer Flucht und siedelte mit seinen Sekten Mitgliedern in den Urwald von Guyana, wo ein neuer Garten Eden entstehen sollte.

Der demokratische Kongressabgeordnete Leo J. Ryan wollte den nicht enden wollenden Gerüchten über Folter und sexuellen Missbrauch in der Sekte schleißlich nachgehen und reiste mit einer Gruppe Journalisten und ehemaligen Sektenmitliedern nach „Jones Town“ wo über 900 Mitglieder der Sekte zusammen mit Jones lebten. Nachdem Ryan eine Propaganda Show vorgespielt wurde, gelang es 20 Mitgliedern der Sekte trotzdem, dem Abgeordneten zu erklären, dass sie die Sekte und das Lager umgehend verlassen wollten.

Zusammen mit den Aussteigern verließ Ryan das Camp, nachdem er schon im Lager von einem Sektenmitgleid mit einem Messer angergiffen worden war. Im Flugzeug schoss ein weiteres Mitgleid der Sekte um sich, während andere Sekten Anhänger von einem Wagen aus, die Flugzeuge auf dem Rollfeld mit Maschinenpistolen unter Feuer nahmen.

Ryan und weitere Mitgleider der Gruppe starben. Da Jones nun damit rechnen musste, verhaftet zu werden, befahl er zur selben Zeit den gemeinsamen Selbstmord. 909 Sekten Anhänger brachten sich mit einem bereits vorbereiteten Zyankali gemsich um, anchdem sie es ihren vielen im Lager befindlichen Kindern vorher verabreicht hatten. Anscheind wurden auch viele Sektenmitglieder, die nicht bereit waren, sich umzubringen, von den Wachen umgebracht.

Auch heute sind gibt es Sekten, die mehr oder weniger gefährlich sind.



Responses

  1. Wie Scientology und auch andere Sekten mit den Kindern umgehen, ist hier nachzulesen: http://www.ilsehruby.at/index.html#Kinder

  2. Es gibt eine TV-Dokumentation zu diesem Massaker, ist in mehreren Teilen auf YouTube erschienen. Ich glaube etwa 5 Menschen haben durch Flucht in den Urwald überlebt. Nach allem was man weiß war es eher ein Massenmord als ein Massenselbstmord.
    http://adhsinfo.wordpress.com/2008/11/18/jonestown/


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