Verfasst von: Christian | 26. November 2008

Gründe für den Seitensprung

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Wie eine Befragung der Partneragentur Parship ergeben hat, sind die Gründe für einen Seitensprung bei Männern andere als bei Frauen. 48% der Männer gaben an, dass mangelnde Befriedigung beim Sex mit der eigenen Partnerin der Grund für sie sei, auch mal in fremde Betten zu hüpfen. Frauen hingegen vermissen die Aufmerksamkeit ihres Partners und sehen das als ein Motiv zum Fremdgehen. Für die Studie wurden 1000 Teilnehmer befragt, allerdings bleibt beim Thema Sex immer ein Restzweifel, wie ehrlich die Befragten antworten. Es ist ja auch immer von Bedeutung, welche Fragen gestellt werden und wie Antworten interpretiert werden. Wenn eine Frau mangelnde Aufmerksamkeit beklagt, dann ist das in ihren Augen das Gleiche, wie wenn ein man schlechten Sex beklagt. Der Unterschied liegt nur in den etwas anderes Erwartungen an guten Sex und vor allem aber an der Ausdrucksfähigkeit. Männer denken immer, sie müssten mit einem wilden rassigen Tigerchen im Bett landen, um Befriedigung zu finden, doch nur die wenigsten haben dann Spaß. Sie sind vielmehr erschreckt, wenn eine Frau zu offen und selbstbewusst ist. Der Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist bei vielen Männern gewaltig. Sie möchten gerne als Nimmersatt gesehen werden, doch in der Realität können viele froh sein, wenn sie überhaupt einen hoch bekommen. Bei Frauen ist der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit ähnlich groß. Sie wollen den starken und verständnisvollen Partner, der ihnen die Wünsche von den Augen abließt, doch haben sie einen solchen gefunden, dann ist es auch wieder nicht der Richtige. Er ist dann zu weich, kann sie nicht führen, denkt zuviel über Probleme nach und die Zärtlichkeit wird im nächsten Smalltalk unter Freundinnen dann zum Kitzeln herabgewürdigt.

Insgesamt würde ich sagen, beim Thema Sex und Seitensprung sind zu viele Schaumschläger unterwegs, um einer Statistik trauen zu dürfen.


Responses

  1. Als Paartherapeutin erlebe ich folgendes: Sexualität ist ein weites Feld und meist greifen Beiträge darüber zu kurz. Es geht weniger um Fertigkeiten, als viel mehr um Psychologie. Die Qualität der Sexualität wird im Alltag eines Paares psychologisch vorprogrammiert. Der Alltag ist alles. Mann und Frau sind in jeder noch so alltäglichen Situation immer auch ein Liebespaar, das wird in länger währenden Beziehungen leider zu oft vergessen. Das Grundprinzip im Zusammenleben von Mann und Frau lautet: Macht & Spiele in der Liebe, psychologisch gemeint. Es beherrscht jede Beziehung, bei den meisten Menschen völlig unbewußt. Und solange die Dinge unbewußt sind, können sie leidvoll sein. Man kann Unbewußtes sichtbar machen und man kann lernen, den Partner/der Partnerin genau so sein oder werden zu lassen, wie es sich beide langfristig wünschen.


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