Verfasst von: Christian | 20. Dezember 2008

Das grosse Vergessen

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Die Zahl der Menschen,welche an Alzheimer erkranken nimmt ständig zu,dabei scheint es sich auch linear zum Alter zu bewegen,je älter man wird,umso höher ist die Wahrscheinlichkeit,diese Krankheit zu erleiden.Nun hat es auch den grossen Peter Falk alias Columbo getroffen,dass kann einen schon traurig machen.

Das schlimme an der Krankheit,es kommt schleichend,es fängt mit banalen Erinnerungslücken an, man findet sich an vertrauten Orten plötzlich nicht mehr zurecht, ihre Konzentrationsfähigkeit lässt nach,man vergisst den eigenen Namen.In späteren Phasen erkennen sie dann oft auch enge Verwandte nicht mehr und große Teile ihrer Biografie sind ihnen entschwunden.

Die Ursachen von Alzheimer sind bis heute noch nicht vollständig erforscht,aber sie bezeichnet den fortschreitenden Verlust von Nervenzellen.Die Krankheit wurde nach Alois Alzheimer benannt,welcher 1901,seine Frau Cecilie starb an dieser heimtückischen Krankheit,sich ausführlich mit der Erforschung der Demenzerkrankung befasste.Er nannte sie: „Krankheit des Vergessens“.

Nach wie vor gibt es keine Therapien,welche eine Heilung versprechen,aber medikamentös kann man sie ein wenig hinauszögern. Da es im Verlauf der Alzheimer-Erkrankung zu weiteren Beschwerden wie Depressionen,Schlafstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten kommen kann,ist es wichtig,die entsprechenden Medikamente aufeinander abzustimmen.

Für Familienangehörige,die sich entschlosssen haben den Patienten zu Hause zu pflegen,bedeutet es oftmals einen tiefen Einschnitt in deren eigenes Leben,da der Aufwand (gegebenfalls müssen Umbaumassnahmen im Haus,Appartment etc. durchgeführt werden) sehr gross ist und einem fulltime Job sehr ähnelt.Oftmals geben sie ihre eigene Anstellung auf und kämpfen auch mit der Bürokratie,die es einem nicht leicht macht.(ich denke dabei nur an die Pflegestufe-sie zu erlangen ist ein aufwendiger Prozess).Meine Hochachtung haben sie in jedem Fall verdient.Hut ab !

Neben den Medikamenten kann man zum Beispiel mit den Patienten deren Gedächtnis trainieren,unter anderen mit Merkzetteln,Kalendereinträgen und aufgeschriebenen Erinnerungshilfen.Die Erinnerungen sollte wach gehalten werden-das kann mithilfe von Erzählungen, Fotoalben oder Lieblingsspeisen geschehen.Damit wird auch die Identität des Erkrankten weitestgehend erhalten.


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