Verfasst von: Christian | 18. März 2009

Studie belegt: 14.000 Jugendliche sind Spielesüchtig

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen hat eine Studie zum Thema Jugendliche und Videospiele mit 44.610 Teilnehmern im Alter ab 15 Jahren durchgeführt

Noch vor 4 Jahren lag die durchschnittliche Spielzeit der männlichen Jugendlichen bei 91 Minuten, nun liegt sie bei 130 Minuten am Tag unter der Woche. Am Wochenende sind es sogar 140 bis 167 Minuten am Tag. Auch bei den weiblichen Befragten hat sich eine klare Veränderung des Spielverhaltens gezeigt. So fand eine Verdreifachung der Spielzeit unter der Woche und eine Verdopplung der Spielzeit am Wochenende im Vergleich von noch vor 4 Jahren.

Dabei gelten vor allem Online-Rollenspiele, sogenannte MMORPG Spiele als ein risikoverstärktender Faktor für eine Abhängigkeit. Bekanntester Ableger für dieses Spielegenre ist das Spiel World of Warcraft. Aufgrund der hohen Suchtgefährdung durch dieses Spiel werden immer mehr Stimmen lauter, die eine Frage ab 18 Jahren für dieses Spiel fordern. Es sind bereits über 8% der WoW Spieler süchtig und leiden unter Kontrollverlust oder Entzugserscheinungen.
Hochgerechnet auf die Bundesrepublik Deutschland gelten somit 14.000 Jugendliche als süchtig. Weitere 23.000 Jugendliche gelten demnach als stark gefährdet.


Responses

  1. Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen mit seinem Vorstand Prof. Dr. Christian Pfeiffer steht nicht gerade für seriöse wissenschaftliche Forschung, was den Bereich Computerspiele angeht. Ausgehend von haltlosen Thesen, die offenbar ohne explorative Untersuchungen des Feldes aufgestellt werden, wird regelmäßig Panik gemacht, nicht Wissenschaft.

    Googlen Sie mal Herrn Pfeiffer in Bezug auf „Killerspiele“. Skepsis und eine eigene Meinung in allen Ehren, aber wenn man schon im Vorfeld „weiß“, was die eigene Studie beweisen wird, dann ist das keine Wissenschaft, sondern Meinungsmache auf Kosten der Wirklichkeit.

    Ich als Diplomsoziologe, der sich nicht nur wissenschaftlich, sondern auch privat intensiv mit den Neuen Medien und Computerspielen im Besonderen beschäftigt, finde diese Art der Propaganda unwissenschaftlich und auch gefährlich.

    Was soll eine Anhebung des Alters in punkto Suchtverhalten ändern? Der durchschnittliche (Glücks)spielsüchtige ist weit über 18 Jahre alt, derartige Maßnahmen würden als völlig am Kern der Sache vorbeigehen. Herr Pfeiffer sollte bitte auch aktiv für ein Verbot von Alkohol und Zigaretten eintreten, diese machen NACHWEISLICH abhängig und sind nicht verboten. Naja, vielleicht könnte eine Sondersteuer auf Computerspiele ja auch hier dazu führen, dass der Staat sie freundlicher betrachtet. Bei Alkohol und Zigaretten, die pro Jahr tausende Menschen töten, klappt´s ja auch.


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