Verfasst von: Christian | 31. März 2009

Autismus behandeln

Um Autoismus zu therapieren muss ausgehend vom individuellen Entwicklungsprofil des Patienten ein ganzheitlicher Behandlungsplan aufgestellt werden, in dem die Art der Behandlung einzelner Symptome festgelegt und die einzelnen Behandlungsarten aufeinander abgestimmt werden. Bei Kindern wird das gesamte Umfeld (Eltern, Familien, Kindergarten, Schule) in den Behandlungsplan einbezogen.

Die Verhaltenstherapie wird bei Autismus am häufigsten angewandt, da sie die am besten wissenschaftlich abgesicherte Therapieform ist. Ziel ist es, störende und unangemessene Verhaltensweisen wie übermäßige Stereotypien oder (auto)aggressives Verhalten abzubauen. Dem gegenüber werden soziale und kommunikative Fähigkeiten gefördert und aufgebaut. Dabei wird nach dem Belohnungprinzip gearbeitet, womit das erwünschte Verhalten durchgängig und erkennbar belohnt wird. Die Verhaltenstherapie kann dabei entweder auf einzelne Symptome spezialisiert werden oder ganzheitlich angewandt werden.

Als ganzheitlich ausgerichtete Therpaie wird häufig „Applied Behavior Analysis“ (ABA) angewandt.  Diese Therapieform ist auf die Frühförderung ausgerichtet. Hierfür werden erst einmal die Fähigkeiten und Funktionen die das Kind bereits besitzt und welche nicht analysiert. Anschließend werden darauf abgestimmt spezielle Programme erstellt, die das Kind befähigen, die fehlenden Funktionen zu erlernen – dafür werden die Eltern in die Therapie miteinbezogen.

Ein weiteres ganzheitlich orientiertes pädagogisches Förderkonzept ist TEACCH (Treatment and Education of Autistic and related Communication-handicapped Children), dass sowohl für Kinder als auch für Erwachsene mit Autismus geeignet ist. TEACCH ist darauf ausgerichtet, die Lebensqualität von Menschen mit Autismus zu maximieren und sie anzuleiten, sich im Alltag zurechtzufinden.


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