Verfasst von: Christian | 18. November 2009

Depressionen – Ein Teufelskreis ohne Ausweg?

Letzte Woche waren wir alle sehr geschockt von dem Selbstmord unseres Nationaltorhüters Robert Enke. Die erste Frage die einem bei so einer schlimmen Nachricht durch den Kopf geht ist das Warum. Warum sieht ein erfolgreicher, finanziell gesicherter Mensch wie Robert Enke keinen anderen Ausweg mehr als sich selbst das Leben zu nehmen?

Mein erster Gedanke war, dass er den Tod seiner kleinen Tochter nie überwunden hat. Doch wie wir aus den Medien erfahren mussten, war Enke bereits zuvor depressiv und in ärztlicher Behandlung. Dieser prominente Fall zeigt einmal wieder deutlich, in welchem Teufelskreis sich Menschen mit Depressionen befinden. Enke fürchtete durch das Bekanntwerden seiner Krankheit, dass er alles verlieren könnte was er sich aufgebaut hat. Seinen Platz im Tor der Nationalmannschaft und noch viel wichtiger, er fürchtete den Verlust des Sorgerechts für seine adoptierte Tochter.

So oder so ähnlich geht es vielen Betroffenen, da ihre Krankheit in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema darstellt. An Depressionen Leidende sollten Hilfe in ihrem Bekanntenkreis suchen und auch unbedingt ärztlichen Rat aufsuchen. Eine gute Möglichkeit bietet das Internet, wo man z.B. anonym Ärzte in Erfurt suchen kann, ohne dass man Gefahr läuft, dass andere von seinen Problemen erfährt. Natürlich funktioniert diese Suche auch bundesweit. Ausserdem bietet das Internet eine Reihe von Communities und Foren an, in denen sich Betroffene untereinander austauschen können.

Es muss in unserer Gesellschaft also ein Umdenken stattfinden, damit Betroffene Hilfe suchen. Depressionen müssen enttabuisiert werden. Prominentes Beispiel ist der ehemalige Bayernspieler Sternkopf, der auch vor kurzem zugab, dass er während seiner Zeit bei Bayern unter Depressionen litt. Dieses öffentliche Bekenntnis zu seiner Krankheit hilft die Gesellschaft für dieses Thema zu sensibilisieren und damit auch die Betroffenen zu ermutigen offen damit umzugehen damit sie sorgenlos leben können.


Responses

  1. Leider wird die psychologische Astrologie noch immer nicht ernst genug genommen. Ich stelle immer wieder fest, das eine Anlage zur Depression bereits im Geburtshoroskop zu erkennen ist. Das Horoskop ist wie eine „Brille“ durch die wir die Welt betrachten, je nach „Einfärbung“ wirkt sie hell und freundlich oder eher trüb und traurig.

  2. Ich glaube man kann aus dem Depression rauskommen, wenn man einsieht dass man depressiv ist. Es gibt aber sehr wenige Leute die das merken oder zugeben wollen dass sie Hilfe brauchen.


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