Verfasst von: Christian | 20. Mai 2009

Unkontrollierte Emotionen – die Borderline Störung

Viele kennen das: es gibt Menschen, die ganz schön launisch sein können.
Häufig haben gerade Jugendliche in der Pubertät zeitweise mit unangenehmen Stimmungsschwankungen zu kämpfen.
Wer aber seine Emotionen über längere Zeit nicht mehr unter Kontrolle hat und damit nicht stimmungsbedingt launisch ist, der sollte einen Arzt aufsuchen, denn hinter den Gefühlsschwankungen könnte eine Borderline-Persönlichkeitsstörung stecken. Schätzungen zu Folge sind ca. 1,5 Prozent der Deutschen davon betroffen. Am häufigsten ist die Altersgruppe der jungenen Erwachsenen zwischen 16 und 35 Jahren davon betroffen.
Borderline-Patienten sind massiv in ihrer Emotionalität gestört. Sie reagieren meistens sehr stark auf äußere Einflüsse, so reicht oft schon der geringste Anlass aus, um sie in Rage zu bringen oder in tiefe Trauer zu stürzen. Diese Gefühlsausbrüche lassen sich nicht kontrollieren und die Betroffenen stehen völlig neben sich. Die Gefühle lassen sich nicht beschreiben oder in Worte fassen. Dafür sind die Emotionen um so spürbarer – beschrieben als ein diffuser, quälender Spannungszustand.
Erleichterung bringt oft bewusst selbstschädigendes Verhalten: Borderline-Patienten verletzen sich mit Rasierklingen oder drücken Zigaretten auf ihren Armen aus.
Alkohol- und Drogenmissbrauch, sowie Essstörungen sind bei ihnen auch keine Seltenheit.
Ursachen für diese Erkrankung können schwierige familiäre Verhältnisse oder seelische Traumata in der Kindheit sein, aber auch eine genetische Veranlagung dafür.
Gehirnforschungen ergaben, dass Betroffene zu einer Überempfindlichkeit in bestimmten Hirnregionen neigen, die für emotionale Vorgänge zuständig sind.
In der sogenannten Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) lernen die Erkrankten, ihre Gefühle auf andere Weise zu verarbeiten. Bei der DBT werden verschiedene therapeutische Ansätze miteinander kombiniert, darunter Aspekte der Verhaltenstherapie, der Zen-Meditation und der Kognitiven Therapie.

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Responses

  1. Hallo christempler,
    lese Deine Beiträge mit großem Interesse. Bei mir wurde eine bipolare Störung diagnostiziert, wobei mein Therapeut inzwischen von von Borderline ausgeht. Jetzt meine Frage, ob Du da mal recherchieren kannst und mir da Antworten geben kannst, wo da die Unterschiede liegen und ob evtl. DOCH beide Krankheitsbilder zusammen bzw. in einer Mischform auftreten können. Laut Wikipedia ist Das zwar nicht möglich, aber auch „Er“ ist nicht perfekt. Bin ein wenig verunsichert – schon wegen der Medis und so…
    Danke
    Carmelita

  2. hallo
    ich habe das Problem das mein Freund ziemlich schnell Wutausbrüche bekommt. nicht wegen mir sondern wegen seinen Mitbewohnern. er kommt allerdings nicht von denen weg weil er nicht umziehen kann. ich wollte fragen ob man diese Wutausbrüche irgend wie unter Kontrolle bringen kann?


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