Verfasst von: Christian | 16. Februar 2016

Angst vor dem Zahnarzt

ZahnarztangstLaut aktuellen Studien fürchten sich 3 von 4 Menschen vor dem Zahnarzt Besuch. Immer noch 60% der Patienten geben an, dass sie den Besuch beim Zahnmediziner aufgrund ihrer Zahnarztangst so lange hinauszögern, bis sie konkrete Beschwerden haben. Woran liegt diese besondere Angst vor dem Zahnarzt und was kann man dagegen tun?

 

Gründe für Zahnarztangst

Für viele Menschen, sowohl Kinder als auchErwachsene löst der Gedanke an den nächsten Zahnarzt Besuch tatsächlich Angst aus. Die Gründe hierfür können vielseitig sein und spielen sich oftmals im Unterbewusstsein des Patienten ab. Zuerst sind natürlich persönliche Erfahrungen an eine oder mehre schmerzhafte Behandlungen zu nennen. Sind diese während der Kindheit erfolgt, hat sich die Angst vor dem Zahnarzt oftmals tief in das Bewusstsein eines Erwachsenen eingeprägt.

Auch ist es für viele Menschen höchst unangenehm auf dem Rücken im schräg gestellten Behandlungsstuhl zu liegen und einen Teil der Kontrolle über den eigenen Körper scheinbar verloren zu haben. Dass der Zahnarzt dann Handlungen an einem vornimmt, die man zwar wahrnimmt und aus dem Augenwinkel betrachtet, ohne aber genau zu wissen, was tatsächlich passiert, ist ebenfalls für viele Menschen so unangenehm, dass die Vorstellung daran schon zu Zahnarztangst führen kann.

War jemand länger nicht mehr beim Zahnarzt, kommt oftmals auch Scham über die Mund- und Zahnhygiene hinzu, die in Angst vor Sozialer Ächtung seitens des behandelnden Zahnarztes und/oder der Zahnarzthelferin führen kann.

 

Zahnarztangst wird oft zum Teufelskreis

Die Angst vor der Behandlung durch den Zahnarzt führt oftmals dazu, dass der Besuch der Zahnarztpraxis vom Patienten so lange wie möglich aufgeschoben wird. Das gilt auch für die zahnärztlichen Kontrollen, die von Zahnärzten regelmäßig angeraten werden. Dieses Aufschieben aufgrund der Angst vor dem Zahnarzt führt dann aber dazu, dass der Patient meistens in einem besonders späten Stadium erst die Behandlung beginnen lässt und diese gerade dann schmerzintensiver ist, als sie in einem frühen Stadium der zahnärztlichen Behandlung gewesen wäre.

 

Umgang mit Zahnarztangst durch die Zahnärzte

Mittlerweile haben gehobene Zahnarztpraxen und Zahnkliniken damit begonnen, sich aktiv um die Angst ihrer Patienten vor dem Zahnarzt zu kümmern. Ein gutes Beispiel ist hier die Zahnklinik Dr. Jung in Frankfurt am Main, wo man offensiv mit dem Thema umgeht.

Zuerst einmal wird in der Zahnklinik Dr. Jung auf das Ambiente der Behandlungs- und Aufenthaltsräume geachtet. Der Patient soll sich hier entspannen und wohlfühlen können und sich eher an ein Hotel als an eine Zahnarztpraxis erinnert fühlen. Anstatt in einem engen Warteraum vor dem Behandlungszimmer zu warten, während der Ton des Bohrers bei einem anderen Patienten zu hören ist, wird hier auf eine entspannte Atmosphäre Wert gelegt.

Nicht ist aber bei akuter Zahnarztangst so wertvoll, wie der umsichtige Umgang durch einen erfahrenen Zahnarzt mit viel Verständnis. Alle Fragen zur Behandlung werden in der Zahnklinik genauestens erklärt, so dass der Patient nicht im Ungewissen bleibt. Auch wenn der letzte Besuch beim Zahnarzt schon lange her ist, wird dem Patienten kein unangenehmes Gefühl bereitet.

Die hochmoderne 3D Diagnostik hilft, eine schmerzfreie Diagnostik für die weitere Behandlung zu gewährleisten.

Wenn die Angst vor dem Zahnarzt aber trotzdem zu groß ist oder eine schmerzfreie Behandlung nicht möglich ist, gibt es bei der Zahnklinik Dr. Jung auch die Möglichkeit von einem Anästhesisten während der Zahnbehandlung in einen Dämmerschlaf oder Vollnarkose versetzten zu lassen.

Ein Patient, der akute Angst vor dem Zahnarzt hat ist daher gut beraten sich vorher zu informieren, in welcher Zahnarztpraxis oder Zahnklinik auf seine Angst besonders gut eingegangen wird.

Verfasst von: Christian | 7. Februar 2016

Die Suche nach einer klinischen Studie

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Es gibt Patienten, bei denen die klassischen Therapie-Ansätze wenig, kaum oder gar keine Wirkung zeigen. Die Gründe hierfür können vielfältig sein, gemeinsam ist aber allen Patienten die in so eine Situation geraten sind, dass ein starker psychischer Druck bis hin zu Hoffnungslosigkeit auf Ihnen lastet. Zum einen haben sie eine oftmals niederschmetternde Diagnose zu verarbeiten und gleichzeitig fehlt die Hoffnung, die Erkrankung zu behandeln.

Viele Patienten sehen in der Teilnahme an klinischen Studien eine Möglichkeit, durch neue Behandlungsmethoden eine Lösung für ihre aktuellen Probleme zu finden. Machen sie sich auf die Suche nach einer ihrer Erkrankung entsprechenden klinischen Studie, hatten Patienten allerdings bisher mit zwei großen Problemen zu kämpfen: Die Verfügbarkeit klinischer Studien musste umständlich und langwierig aus vielen unterschiedlichen Quellen heraus recherchiert werden und sie mussten die meist in medizinisch-wissenschaftlicher Sprache verfassten Studienbeschreibungen auch verstehen können.

Das Berliner Start-Up Unternehmen viomedo hat sich dieser Problematik seit Anfang letzten Jahres angenommen und bietet den Patienten, die nach einer geeigneten Studie suchen einen praktischen und kostenfreien Service an: Auf der Webseite www.viomedo.de finden Betroffene eine große Datenbank an in Deutschland verfügbaren klinischen Studien. Sie müssen in dem Suchfeld nur ihre Erkrankung eingeben und erhalten umgehend alle passenden klinischen Studien aufgelistet. Die Beschreibungen der meisten Studien wurden dabei von den viomedo Mitarbeitern bereits in eine patienten-verständliche Sprache übersetzt. Meint der Patient, dass er eine zu ihm passende klinische Studie gefunden hat, dann stellt viomedo den Kontakt zum Studieninstitut her. Selbst wenn keine passende Studie auf viomedo gefunden wird, kann der Patient sich auf viomedo registrieren und erhält eine Benachrichtigung, sobald eine neue Studie eingestellt wird. Hier finden Sie einmal ein Beispiel für die Suche nach klinischen Studien zu akuter Depression

Der Service von viomedo erleichtert den Betroffenen die Suche nach klinischen Studien ungemein und nimmt ihnen somit auch ein wenig vom psychischen Druck, der auf ihnen lastet.

 

Piercing Schmuck ist mittlerweile fast bis in die Mitte der Gesellschaft angekommen. Waren sichtbare Piercings früher noch für manche ein gesellschaftlicher „Aufreger“, wundert man sich heute eigentlich kaum noch darüber, wenn Menschen gepierced sind. Eine interessante Frage ist aber, welche Intentionen gerade ein junger Mensch hat, sich ein oder mehrere Piercings stechen zu lassen.

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Sind Piercings (noch) ein Ausdruck von Generationen Prostest?

Sichtbarer getragener Piercing Schmuck wie Zungenpiercing, Nasenpiercing, Lippenpiercing oder Augenbrauenpiercing waren ursprünglich tatsächlich ein Ausdruck von Jugendprotest, der in der Punk Szene seinen Anfang nahm. Für den Durchschnittsbürger wurde der ungewohnte Körperschmuck als schmerzhaft, radikal und bedrohlich und absolut nicht gesellschaftsfähig angesehen. Das war allerdings auch ganz die Intention der ersten Träger. Allerdings blieben die Piercings nicht lange auf bestimmte Szenen (neben der Punkszene war die Schwulen und Porno Szene ein Vorreiter von Piercing-Schmuck) beschränkt. In dem sehr erfolgreichen Musikvideo „Crazy“ von Aerosmith lässt sich die Schauspielerin Alica Silverstone 1993 ein Bauchnabelpiercing stechen. Eine direkte Folge war ein Bauchnabelpiercing Trend der sich nicht mehr auf eine gewisse Szene oder Gruppe festlegte. Kurze Zeit darauf ließen sich immer mehr Musiker, Schauspieler und bekannte Sportler piercen und förderten damit auch die gesellschaftliche Akzeptanz von Piercings.

Mittlerweile sind Piercings so bei Jugendlichen gesellschaftlich fast vollkommen akzeptiert, ca. 35% allen 14-25 Jähriger Mädchen sollen gepierced sein.

Piercings eigenen sich als Ausdruck von (Generationen-) Protest somit eigentlich nicht mehr, da gepiercte Menschen mittlerweile ein Anblick ist, der niemanden Verwundert.

Aktuelle Studien weisen ebenso darauf hin, dass die Intention von Jugendlichen die sich piercen lassen hautsächlich ästhetischer und modischer Natur sind, die aber nicht mehr ihre Umwelt „schocken“ wollen.

Zungenpiercing

Einfache Verfügbarkeit von Piercing Schmuck

Seit das Piercing als Modeutensil oder Körperschmuck im Mainstream angekommen ist, hat sich auch das Angebot an Piercing Studios und Piercing Shops deutlich verändert.

Besonders die Anbieter von Piercing Schmuck haben das Internet als eine optimale Vertriebsquelle erkannt und bieten hier äußerst diversifizierte Angebotspaletten an.

Einer der ältesten und größten deutschen Piercing-Online Shops ist der www.piercing-store.com. Seit 2001 werden hier von Nasenpiercing, über Augenbrauenpiercing, Zungenpiercing, Nasenpiercing, Bauchnabelpiercing und sogar Intimpiercings, alle gängigen Piercing Modelle und Varianten, online verkauft.

„Die Zielgruppe für Piercing Schmuck ist immer noch eine junge und weibliche. Gerade der Umstand, dass man es mit jugendlichen Käufern zu tun hat, macht der Vertrieb über das Internet so effizient. Das Piercing wird auf der Webseite identifiziert, meist weiß ein Käufer schon, welches Piercing er ungefähr sucht und wählt dann anhand der Bilder das Modell aus, das ihm am besten zusagt“, so die Piercing Experten vom piercing-store.com

Gerade der Umstand, dass Piercings heute so einfach zu beschaffen sind vermindert natürlich auch das Attribut eines „Protest-Schmucks“. Denn was einfach zu besorgen ist und von vielen getragen werden kann, setzt den Protestierer nicht mehr von der Masse ab.

Bachnabelpiercing vom www.piercing-store.com

Bachnabelpiercing vom http://www.piercing-store.com

 

Körper-Modifikation vs. Ästhetik

Es kann in wenigen Ausnahmefällen dennoch beobachtet werden, dass Piercing Schmuck auch heute noch als Ausdruck des Protests oder einer extremen Individualisierung genutzt wird. Wer sich extrem viele Piercings an sichtbare Stellen seiner Körpers stechen lässt oder seinen Körper so modifiziert, so dass dies nicht mehr als ästhetisch wahrgenommen wird, kann damit natürlich immer noch aus außergewöhnlich und schockierend wahrgenommen werden. Da dies aber besonders viel Zeit und hohe Kosten hervorruft und zu irreparablen Ergebnissen führen kann sowie die Lebensqualität besonders benachrichtigen kann, gibt es nur sehr wenige Menschen, die sich für diese Form des Protests entscheiden.

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Verfasst von: Christian | 18. Mai 2015

Der „Bikini“ und der „Atome“

Der Name des Bikini ist heute jederman bekannt und es gilt als selbstverständlich, das er für den beliebten Zweiteiler steht, der von Frauen an unseren Stränden bevorzugt wird. Aber es hätte auch anders kommen können – und der Zweiteiler hätte fast einen ganz anderen Namen getragen, als „Bikini“. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg gingen nämlich fast zur gleichen Zeit zwei Franzosen daran, den Bikini zu erschaffen und die Welt der Bademode im Sturm zu nehmen. Der erste der beiden war Modedesigner Jacques Heim, der seine Kreation, den „Atome“, in seinem Strandshop verkaufen wollte und mit Himmelschreibern dafür warb. Seine Slogan: „Atome – der kleinste Badeanzug der Welt“. Doch Jacques Heim verlor den Wettkampf mit seinem Konkurrenten Louis Réard, eigentlich gelernter Ingenieur, der seine fast identische Kreation, den Bikini, geschickter vermarktete. Sein Werbemotto – „Kleiner als der kleinste Badeanzug der Welt“ – war zwar nicht das einfallsreichste, jedoch sehr wirkungsvoll und so kam es, das der Bikini das Rennen gegen den Atome gewann und an dessen Stelle in die Geschichte der Bademode einnahm.

Réard taufte seinen Badeanzug nach dem Bikini-Atoll, dem Ort der amerikanischen Atomtests im Frühjahr 1946. Denn, so wie nach den nuklearen Bomben nichts mehr übrig blieb, so hatte auch Réard es sich zum Ziel gemacht, mit seinem Bikini vom traditionellen Badeanzug so gut wie nichts übrig zu lassen. Und sein Bikini schlug tatsächlich wie eine Bombe ein. So schockierend waren die vier knappen Dreiecke, das der Franzose große Probleme damit hatte, ein Model zu finden, um seine Kreation zu tragen.

Verfasst von: Christian | 3. März 2015

Innere Unruhe

Wenn man von innerer Unruhe spricht, dann stellen sich viele Leute unterschiedliche Sachen darunter vor. Also wie kann sich innere Unruhe äußern? Zuerst einmal, es gibt keine allgemeingültige Definition von innerer Unruhe. Und genauso wenig gibt es eindeutige Symptome, die eine Diagnose innere Unruhe zulassen würden.

Viele Betroffene klagen jedoch über ein ähnliches Krankheitsbild, das Nervosität, permanenten Druck oder Schweißausbrüche beinhalten kann. Oftmals ist es schwer zu klären, woher diese innere Unruhe kommt. Die verschiedensten Faktoren können dafür der Auslöser sein. Manche Betroffene fühlen sich oft einsam oder stehen in der Arbeit unter einem enormen Druck. Dies führt dann zu allgemeinem Unwohlsein und Schlafstörungen, was die Krankheit mit der Zeit immer schlimmer macht.

Was kann man also machen, damit einem nicht alles zu viel wird?

  • Lachen Sie öfter! Lachen entspannt und verdrängt schlechte Gedanken. Lachen Sie doch mal wieder herzlich über einen guten Witz oder Ihren Lieblingsfilm.
  • Spannen Sie Ihre Muskeln an und lassen danach wieder locker.
  • Treiben Sie Sport damit Sie wieder in Bewegung kommen.
  • Schauen Sie weniger Fern und versuchen Sie stattdessen mehr mit Freunden zu unternehmen
  • Setzen Sie sich nicht zu sehr in der Arbeit unter Druck und nehmen Sie sich auch mal eine Auszeit.
  • Planen Sie eine Yoga Reise

Sollten diese einfach Tipps nicht weiterhelfen, dann gibt es auch noch die Möglichkeit rein pflanzliche Arzneimittel einzunehmen, um Ihre innere Unruhe zu beseitigen. Bei ganz schweren Fällen ist es ratsam sich ärztlichen Rat einzuholen und sich Hilfe auch im Freundes- und Bekanntenkreis zu suchen.

Verfasst von: Christian | 9. Februar 2010

Single Dasein – Männer und Frauen leiden gleichermaßen

Traurig und einsam sein macht auf Dauer krank und depressiv. Sex und Liebe dagegen sind äußerst gesund und machen glücklich. Psychologen sollten ihren Patienten bei der Partnersuche behilflich sein, in vielen Fällen wäre das die beste Therapie.

In der Maslowschen Bedürfnispyramide steht Sexualität neben den anderen physiologischen Bedürfnissen wie Essen und Trinken an erster, Liebe dagegen erst an dritter Stelle, zusammen mit den Freunden und der Familie. Konsequent weiter gedacht, müsste es Sex daher eigentlich auf Rezept geben. Große Sanatorien würden anbieten, dass sich Single hier gegenseitig „gesund“ machen. Fremde Männer und Frauen, ganz wie in den Zeiten der freien Liebe, treffen sich, haben Sex und gehen wieder auseinander. Keine Partnersuche, keine Kontaktanzeige, keine Bindungsangst, sondern einfach nur gesunder Sex. Die Prostitution würde als selbständiger Zweig der Heilkunde anerkannt, würde als medizinischer Beruf gelten und entsprechend hoch angesehen sein. Es würde natürlich Männer und Frauen geben, die Patienten dabei helfen, durch ein besseres Körpergefühl wieder gesund zu werden.

Für Psychologen wäre diese Situation das Paradies auf Erden, wenn ihre Patienten immer entspannt und glücklich zur Therapie erscheinen würden, weil sie vor kurzem eine erotische Massage oder erfüllenden Geschlechtsverkehr hatten. So ließen sich viele Therapien in einem Bruchteil der bisher notwendigen Zeit abschließen, vermutlich wären viele Therapien noch nicht einmal notwendig.

Davon abgesehen wäre es einfacher Partnersuche Infos zu bekommen – Single Männer und Frauen in München finden am leichtesten und bequemsten wahrscheinlich online ihre Partner. Männer wie Frauen wüssten, dass es dem anderen nicht nur um Sex geht, denn den bekommt er zur Not ja auf Krankenschein. Vermutlich ist mein Vorschlag für die heutige Zeit etwas zu früh, es würde mich aber nicht wundern, wenn in einigen Jahrzehnten, wenn die Kosten jedes Gesundheitssystems endgültig explodiert und unbezahlbar geworden sind, Männer und Frauen endlich erkennen, dass guter Sex mit einem Fremden nichts Peinliches ist, sondern in erster Linie beiden Seiten Gesundheit und Wohlbefinden verschafft.

Unter Mentaler Kontrolle durch psychologisches Training versteht man die Fähigkeit, Handlungen gemäß selbstgesteckter Ziele zu beginnen, die Handlungsausführung bei auftretenden Störgrößen zu stabilisieren und angemessen zu beenden, in aller Regel erfolgreich zu vollenden.

Ein entscheidender Faktor, der das psychologische Training bestimmt, ist das Selbstgesprächsregulation. Hierbei geht es um die Regulation von handlungsbegleitenden, vorauslaufenden oder auch nachfolgenden Gedanken. Im Selbstgespräch werden diese Gedanken ausformuliert, was im Normalfall meist nicht bewusst geschieht. Die Intensität der Selbstgespräche hängt von dem Ausmaß der Beanspruchung ab. So kann es zum Beispiel beim Bearbeiten schwieriger sportlicher Probleme oder beim Neulernen Sportlicher Abläufe und Arbeitsschritten passieren, daß man beginnt, laut mit sich selbst zu sprechen

Wichtige Strategien in Form von Selbstgesprächen zur Erhaltung der psychischen Kontrolle im Triathlon oder anderen Sportarten sind:

  • Selbstmotivierungstechniken
  • Rationalisierungstechniken
  • Aufmerksamkeitsveränderungen
  • Suche nach Problemlösungsstrategien

Selbstmotivierungstechniken sind die Maßnahmen, die dazu dienen, den „inneren Schweinehund“ zu überwinden. Das können Selbstinstruktionen, die Vergegenwärtigung eigener Fertigkeiten und Stärken, Techniken der Selbstbekräftigung und der Antizipation von Fremdbekräftigung oder auch Appelle an den eigenen Siegeswillen

Zu den Rationalisierungstechniken zählt man die Verringerung der Bedeutsamkeit eines erlebten Ereignisses im Training oder Wettkampf, hierbei sollte keine Relativierung der Problemsituation erfolgen (z.B. Überholen durch einen Konkurrenten und Relativierung mit „Ein dritter Platz ist eigentlich auch nicht schlecht, bei dieser Konkurrenz.“).

Aufmerksamkeitsprozesse können auf bestimmte Aspekte, Handlungen etc. eingeengt (Konzentration auf Teildisziplinen des Triathlon) oder aber von ihnen abgelenkt werden (Müdigkeit).

Bei der Suche nach Problemlösungsstrategien im Triathlon Coaching mentalen Training sucht man Antworten auf Fragen, wie „Was könnte der Athlet diese Situation zu bewältigen?“, sucht nach verschiedenen Lösungsmöglichkeiten und entscheidet sich für eine angemessene Strategie im weiteren Training oder im Wettkampf zu nutzen.

Bevor ein sportliches Training oder gar ein Wettkampf begonnen werden kann, ist das Bilden einer Intention auf mentaler Ebene notwendig. Mit dieser Intention wird auch gleichzeitig das Handlungsziel festgelegt. Zum Beispiel dem Willen gesund und fit zu werden, folgt das Ziel zu trainieren und evtl. an einem Triathlon teilzunehmen. Die Art der eigenen Motivation entscheidet, ob der Sportler lageorientiert oder eher handlungsorientiert agiert.

Aus psychologischer Sicht und als Triathlon Coach ist es leichter handlungsorientierte Athleten zu trainieren, diese konzentrieren sich auf die Sache an sich, den Sport und Ihre eigene Leistung. Hier können im Training und im Wettkampf alle Störgrößen ausgeblendet werden und möglichst nur handlungsrelevante Gedanken im Zentrum der Konzentration stehen.

Lageorientierte Sportler hingegen ziehen Ihre Motivation aus externen Faktoren, der Motivation durch das Publikum, Trainingspartner oder z.B. der Vorgabe des Arztes „ Sie müssen etwas tun, um gesünder zu werden“.

Auf diese beiden Typen muss im Triathlon Coaching Rücksicht genommen werden und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, um den Sportler entsprechende Maßnahmen an die Hand zu geben.

Die Athleten sollen Lernen mit Fehlern, Defekten und eigenen Misserfolgen umzugehen, damit ein solches Ereignis aus der Vergangenheit oder dem Beginn eines Wettkampfes nur indirekt Einfluss auf das Training oder den Wettkampfverlauf  hat, eine suboptimale Aktion darf vorhandene Kapazitäten oder Möglichkeiten des Athleten nicht behindern. Der Athlet muss schon im Triathlon Training lernen mit solchen Dingen umzugehen und darauf mental vorbereitet zu sein.

Positive Selbstinstruktionen („Ich kann das, ich muß mich nur richtig konzentrieren:“) können hier eine sehr gute Methode sein entsprechende Situationen zu meistern.

Autor. Takao Muehmel (Inhaber einer Firma für Triathlon Coaching), 2009 kehrte er aus den USA zurück und coacht nun auch in Deutschland Athleten aller Leistungsklassen im Online Coaching oder Personal Training
http://www.trainingmitsystem.de

Verfasst von: Christian | 17. Dezember 2009

Vermeidung von Hänseleien

Trägt Ihr Kind eine Brille und ist mit dieser unglücklich? Oft werden Kinder wegen ihrer Sehhilfe von ihren Mitschülern gehänselt und ausgegrenzt. Dies ist nicht nur für das soziale Umfeld des Kindes schädlich, sondern auch für dessen Psyche.

Haben Sie schon mal Kontaktlinsen in Betracht gezogen? Gegen den üblichen Gerüchten ist es für Kinder nicht schädlich Linsen zu tragen. Während von einer Operation vor der Pubertät abzuraten ist, können Kinder ab 8 Jahren problemlos Kontaktlinsen verwenden. Zwar sind Augenärzte sehr kritisch gegenüber dem Tragen von Kontaktlinsen unter 12 Jahren, da diese befürchten, dass die Kinder nicht verantwortungsvoll mit ihren neuen Sehhilfen umgehen können. Diese Sorge ist aber unbegründet, wie eine Studie der Ohio State University in Columbia herausfand. Untersucht wurden  über 3 Monate 170 Kinder und Teenager , alle Brillenträger und ohne Vorerfahrung mit Kontaktlinsen. Ihre Aufgabe war es, die weichen Linsen abends herauszunehmen, nach Anweisung zu reinigen und alle zwei Wochen durch neue Kontaktlinsen zu ersetzen. Je vor und nach Studienbeginn, sowie nach 1 Monat wurde anhand eines Fragebogen die Erfahrungen der Kinder festgehalten, auch ob sie mehr zur Brille oder Linse tendieren. Das Ergebnis war nicht überraschend. Für fast alle Kinder der beiden Altersgruppen waren Kontaktlinsen komfortabler als ihre alte Brille. Wohl, weil die Linsen beim Spielen oder anderen Aktivitäten nicht störten. Trotz der anfänglichen Vermutung spielte Eitelkeit eine untergeordnete Rolle.

Nach dieser Studie stand fest, dass Kinder und Jugendliche problemlos Kontaktlinsen tragen können, wenn sie zuvor ausführlich angeleitet wurden und sich auch weiter verantwortungsvoll in der Handhabung der Linsen erweisen.

Falls Sie Kontaktlinsen für Ihr Kind in Betracht ziehen, wenden Sie sich bitte an Ihren Augenarzt. Dieser wird Ihnen sehr gerne helfen.

Verfasst von: Christian | 9. Dezember 2009

Zur Verwendung von Naturhörbildern in der Musiktherapie

1. Einleitung

Die musiktherapeutische Arbeit, sei es im präventiven, pädagogischen oder kurativen Bereich, bedient sich aktiv kreierter Musik und auch rezeptiv erfahrener Klang- und Musikproduktionen. Letztere werden direkt vorgespielt oder ab Tonträger den Beteiligten präsentiert. In beiden Formen der Musiktherapie ist der Prozess des Hörens von zentraler Bedeutung. Neben komponierter oder frei improvisierter Musik kommen auch Hörbilder aus der urbanen und natürlichen Klanglandschaft zum Einsatz. Wir sind ständig von Geräuschen und Klängen umgeben. So sprechen wir auch von einem Klanghabitat, Geräuschkulisse innerhalb der Wohnräume, und eben der Klanglandschaft, der klingenden Welt im Freien. Hörereignisse aus diesem Bereich werden innerhalb der Beziehung zum Musiktherapeuten von entwicklungsfördernder Bedeutung für den Patienten bzw. Klienten.

2. Naturhörbilder anstelle von Musik

Natürliche Wirklichkeiten, in unserem Falle die akustischen Hörereignisse, bieten ein ideales Lernfeld an. Auditive Grundfähigkeiten, wie auditive Aufmerksamkeit, Erkennungs- und Unterscheidungsvermögen, Richtungssinn, Merkfähigkeit und die Bedeutung des Gehörten können in entsprechend aufgearbeiteten Hörbildern stufenweise gefördert werden.Dies zeigt sich besonders in der Kindermusiktherapie als wertvoller und häufig verwendeter Ansatz.

Die musiktherapeutische Beobachtung zeigt auf, welches die Hörfähigkeiten des Kindes sind, aufgrund derer ein individuelles und spezifisches Klangmaterial vorbereitet werden kann. Im Spiel, in der szenischen Darstellung und im Gespräch wird das Gehörte geteilt und verarbeitet. So ist das Klangobjekt stets Gegenstand auf welchen eine gemeinsame Aufmerksamkeit gerichtet wird. Das Kind lernt dadurch hin zu hören, Hörereignisse zu erkennen und sich diese zu merken. Es wird dadurch offener und wahrnehmender für seine klangliche Umwelt. Das Kind wird zum hörenden Menschen. Dies wiederum fördert seine Fähigkeit reicher mit der Umwelt in Kontakt zu sein, eine unerlässliche Grundlage für seine persönliche und psychosoziale Entwicklung.

Naturhörbilder bieten vielfältige Szenen. Je bekannter desto eher kann ein anfängliches Zuhören entstehen. Bei entwickelten Hörfähigkeiten kann dann auch Anspruchsvolles gehört werden. Viele Schulkinder profitieren anfänglich von strukturierten Naturhörbildern. Zum Beispiel die Hörbildcollage „La Bubbula“. In diesem Stück wird der Ruf des Wiedehopfs dargestellt. In kurzen Sequenzen wird dieses Hörereignis wiederholt gezeigt. Zuerst einfach, dann erneut mit anderen gut zu unterscheidenden Vogelstimmen. Einfach zu unterscheiden weil der Ruf so anders ist. Ebenso in der Tonhöhe und der Klangfarbe. Der Kontrast zwischen der klanglichen Figur und dessen Hintergrund ist deutlich. Der Gesang des Zaunkönigs ist äusserst obertonreich und stimuliert die akustische Aufmerksamkeit. Der Wiedehopfruf ist eindeutig tiefer in der Tonhöhe und von einfachster Struktur: bu bu bu. So stimmt das Kind schnell ein und imitiert mit seiner Stimme diesen Ruf. Die Sequenzen mit dem Ruf kommen in einer regelmässigen Abfolge: nicht zu früh und nicht zu spät. So dass man sich gerade noch akustisch erinnern kann und erneut in Erwartung ist. Die Einspielungen der Monochordklänge ergeben einen Rhythmus von Naturtönen und Instrumentalklängen. Dies führt zur Entspannung der auditiven Aufmerksamkeit und Erkennung bzw. Merkfähigkeit. Das „Ohr erholt“ sich und hört beim Wiederauftauchen der Vogelstimmen erfrischt zu. Diese Naturhörbildkompositionen sind eigentliche sonore Geschichten.

Solche Bilder kann man sich auch im Druckerei Berlin machen lassen.

3. Zur Aufnahmetechnik und Nachbearbeitung

Die Kunstkopf Stereo-Aufnahmetechnik ermöglicht eine für unser Ohr beeindruckende räumliche Wiedergabe. Derart nahe am natürlichen Zuhören, dass auch extraauditive Reaktionen entstehen. So kann beim Vorbeifliegen einer Biene die Nähe des Insektes physisch gespürt werden. Auch ohne Kopfhörer kann das Abbild der natürlichen Geräuschszene räumlich genügend gut wahrgenommen werden. Selbstverständlich hängt dies von der Qualität der Audio-Wiedergabe-Technik ab. Je räumlicher das sonore Abbild desto grösser das Interesse und desto intensiver bzw. differenzierter sind die auditiven Leistungen der Kinder. Es wurde beobachtet, dass sich die vegetativen Parameter und die bioelektrischen Hirnaktivitäten harmonisieren und es zu einem wachen, ruhigen und idealen Lernzustand kommen kann.

In der Nachbearbeitung zeigte es sich, dass die einzelnen Geräuschsequenzen belassen werden sollen was ihre natürliche und räumliche Charakteristik angeht. Ebenso spielt die thematische Zusammenstellung eine Rolle. Soll doch ein starker Bezug zur natürlichen Wirklichkeit beibehalten werden um ein Wiedererkennen und den Transfer in die lokale Klanglandschaft zu ermöglichen. Die Verwendung von archaischen Klanginstrumenten wie Gong, Trommel, Monochord und Regenrohr eignen sich besonders gut, da diese Klänge wohl präsent sind, jedoch nicht durch eine bestimmte musikalische Botschaft weg vom basalen Hören einladen. Die von mir entwickelte Interventionspraxis ergibt eine durchschnittliche Dauer einer Hörcollage von 5 bis 9 Minuten. Die einzelnen Klangteile dauern ca. 1 bis 2 Minuten. So entstanden eigentliche Kompositionen mit folgenden thematischen Teilen:

Vorstellung des Themas mit und ohne Einführung

Zwischenspiel 1

1. Hauptteil

Zwischenspiel 2

2. Hauptteil mit Variation oder gleich wie 1. Hauptteil

Zwischenspiel 3

3. Hauptteil mit Variation oder gleich wie 2. Hauptteil

Zwischenspiel

Ausklang

In der Anwendung zeigt sich schnell welches verbesserbare Aspekte der Aufnahme sind und so finden sich dann die endgültigen Naturhörbilder für den entsprechenden Kontext.

4. Wer profitiert von der musiktherapeutischen Arbeit mit Naturhörbildern?

Diese Frage kann nicht mit einem Diagnosekatalog beantwortet werden. Einfacher ist es Zustände und Förderziele zu benennen für welche erfolgreich Naturhörbilder eingesetzt werden.

Einige Anwendungsgebiete in der Kinder-Musiktherapie:

Bei auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsschwächen

Bei Aufmerksamkeitsdefizit und motorischer Ruhelosigkeit

Zur Förderung von:

Selbst- und Fremdwahrnehmung

Laut- und Sprachwahrnehmung

Erlebnisfähigkeit und Fantasie

Umwelterfahrung

Selbst- und sozialen Kompetenzen

Bei Erwachsenen kommen die Bereiche wie Förderung der psychophysischen Entspannung, Angstabbau, Regulation der Aufmerksamkeit von Innen nach Aussen, der Wahrnehmungsförderung bei rationaler Dominanz etc. dazu.

5. Naturhörbilder direkt erleben durch geführte Horchwanderungen

Seit 8 Jahren führt das Atelier für improvisierte Musik „il Trillo“ in Poppi, Italien, regelmässig Horchwanderungen in der umliegenden Natur durch. Gross und Klein nehmen an diesen Veranstaltungen teil. So erfährt man zusammen die Welt der Klanglandschaft: Das Zusammensein, gemeinsam auf dasselbe Klangobjekt zu horchen, es kennen zu lernen und es wieder zu hören ist ein befriedigendes Geschehen, fördert das Hören im Allgemeinen, den sozialen Kontakt und die heilsame Beziehung zur Natur.

Um die Horchwanderungen ergiebig zu gestalten, führt die leitende Person im Voraus akustische Tierbeobachtungen durch. Dies mittels eigentlichem Horchwandern oder durch mehrstündige Tonaufnahmen im ausgewählten Gebiet. So kann leicht erkannt werden wann sich was, wo, wie durch seine Geräusche zeigt. Eine gute Vorbereitung erhöht die Wahrscheinlichkeit der Hörereignisse und verbessert dadurch das Horchinteresse der Beteiligten. Jährlich führt das Atelier „il Trillo“ ca. 20 Horchwanderungen durch und fasst Ende Jahr im Atelier die Tondokumente zusammen. In der warmen Stube erinnert man sich so gemeinsam an das Gehörte oder lernt die Details der Hörereignisse erst recht kennen.

Wolfgang Fasser, September 2008

Verfasst von: Christian | 25. November 2009

Das Thema Depression im öffentlichen Fokus

Der tragische Tod unseres ehemaligen Nationaltorwart Robert Enke hat in unserer Gesellschaft eine neue Welle der Diskussion losgetreten. Das ehemalige Tabuthema Depressionen findet den Weg in unsere Gespräche und wird mehr als das, was es auch ist, nämlich als ein richtige Krankheit angesehen. Vor allem in der Machowelt rund um den Fussball gibt es immer noch einige Tabuthemen wie die Homosexualität, aber es wird sicher auch den Tag geben an dem der erste Star damit an die Öffentlichkeit geht.

In der heutigen Druckausgabe der Zeit findet sich als oberste Schlagzeile ein Artikel mit der Überschrift „Depression – Die versteckte Krankheit“. Oder machen Sie sich doch mal die Mühe bei Google Trends die Begriffe Depression und Robert Enke zu vergleichen. Bei beiden Begriffen gibt es einen riesen Ausschlag nach oben seit Bekanntwerdens des Selbstmords des Torhüters. Man sieht also langsam wird dieses Tabuthema aufgegriffen und hoffentlich hilft dies den Betroffenen bei Ihrem ersten Schritt an die Öffentlichkeit.

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