Verfasst von: Christian | 18. Mai 2015

Der „Bikini“ und der „Atome“

Der Name des Bikini ist heute jederman bekannt und es gilt als selbstverständlich, das er für den beliebten Zweiteiler steht, der von Frauen an unseren Stränden bevorzugt wird. Aber es hätte auch anders kommen können – und der Zweiteiler hätte fast einen ganz anderen Namen getragen, als „Bikini“. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg gingen nämlich fast zur gleichen Zeit zwei Franzosen daran, den Bikini zu erschaffen und die Welt der Bademode im Sturm zu nehmen. Der erste der beiden war Modedesigner Jacques Heim, der seine Kreation, den „Atome“, in seinem Strandshop verkaufen wollte und mit Himmelschreibern dafür warb. Seine Slogan: „Atome – der kleinste Badeanzug der Welt“. Doch Jacques Heim verlor den Wettkampf mit seinem Konkurrenten Louis Réard, eigentlich gelernter Ingenieur, der seine fast identische Kreation, den Bikini, geschickter vermarktete. Sein Werbemotto – „Kleiner als der kleinste Badeanzug der Welt“ – war zwar nicht das einfallsreichste, jedoch sehr wirkungsvoll und so kam es, das der Bikini das Rennen gegen den Atome gewann und an dessen Stelle in die Geschichte der Bademode einnahm.

Réard taufte seinen Badeanzug nach dem Bikini-Atoll, dem Ort der amerikanischen Atomtests im Frühjahr 1946. Denn, so wie nach den nuklearen Bomben nichts mehr übrig blieb, so hatte auch Réard es sich zum Ziel gemacht, mit seinem Bikini vom traditionellen Badeanzug so gut wie nichts übrig zu lassen. Und sein Bikini schlug tatsächlich wie eine Bombe ein. So schockierend waren die vier knappen Dreiecke, das der Franzose große Probleme damit hatte, ein Model zu finden, um seine Kreation zu tragen.


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