Verfasst von: Christian | 12. Januar 2010

Mentaler Kontrolle und Selbstregulation im Triathlon Coaching zur Trainingsmotivation und Leistungssteigerung

Unter Mentaler Kontrolle durch psychologisches Training versteht man die Fähigkeit, Handlungen gemäß selbstgesteckter Ziele zu beginnen, die Handlungsausführung bei auftretenden Störgrößen zu stabilisieren und angemessen zu beenden, in aller Regel erfolgreich zu vollenden.

Ein entscheidender Faktor, der das psychologische Training bestimmt, ist das Selbstgesprächsregulation. Hierbei geht es um die Regulation von handlungsbegleitenden, vorauslaufenden oder auch nachfolgenden Gedanken. Im Selbstgespräch werden diese Gedanken ausformuliert, was im Normalfall meist nicht bewusst geschieht. Die Intensität der Selbstgespräche hängt von dem Ausmaß der Beanspruchung ab. So kann es zum Beispiel beim Bearbeiten schwieriger sportlicher Probleme oder beim Neulernen Sportlicher Abläufe und Arbeitsschritten passieren, daß man beginnt, laut mit sich selbst zu sprechen

Wichtige Strategien in Form von Selbstgesprächen zur Erhaltung der psychischen Kontrolle im Triathlon oder anderen Sportarten sind:

  • Selbstmotivierungstechniken
  • Rationalisierungstechniken
  • Aufmerksamkeitsveränderungen
  • Suche nach Problemlösungsstrategien

Selbstmotivierungstechniken sind die Maßnahmen, die dazu dienen, den „inneren Schweinehund“ zu überwinden. Das können Selbstinstruktionen, die Vergegenwärtigung eigener Fertigkeiten und Stärken, Techniken der Selbstbekräftigung und der Antizipation von Fremdbekräftigung oder auch Appelle an den eigenen Siegeswillen

Zu den Rationalisierungstechniken zählt man die Verringerung der Bedeutsamkeit eines erlebten Ereignisses im Training oder Wettkampf, hierbei sollte keine Relativierung der Problemsituation erfolgen (z.B. Überholen durch einen Konkurrenten und Relativierung mit „Ein dritter Platz ist eigentlich auch nicht schlecht, bei dieser Konkurrenz.“).

Aufmerksamkeitsprozesse können auf bestimmte Aspekte, Handlungen etc. eingeengt (Konzentration auf Teildisziplinen des Triathlon) oder aber von ihnen abgelenkt werden (Müdigkeit).

Bei der Suche nach Problemlösungsstrategien im Triathlon Coaching mentalen Training sucht man Antworten auf Fragen, wie „Was könnte der Athlet diese Situation zu bewältigen?“, sucht nach verschiedenen Lösungsmöglichkeiten und entscheidet sich für eine angemessene Strategie im weiteren Training oder im Wettkampf zu nutzen.

Bevor ein sportliches Training oder gar ein Wettkampf begonnen werden kann, ist das Bilden einer Intention auf mentaler Ebene notwendig. Mit dieser Intention wird auch gleichzeitig das Handlungsziel festgelegt. Zum Beispiel dem Willen gesund und fit zu werden, folgt das Ziel zu trainieren und evtl. an einem Triathlon teilzunehmen. Die Art der eigenen Motivation entscheidet, ob der Sportler lageorientiert oder eher handlungsorientiert agiert.

Aus psychologischer Sicht und als Triathlon Coach ist es leichter handlungsorientierte Athleten zu trainieren, diese konzentrieren sich auf die Sache an sich, den Sport und Ihre eigene Leistung. Hier können im Training und im Wettkampf alle Störgrößen ausgeblendet werden und möglichst nur handlungsrelevante Gedanken im Zentrum der Konzentration stehen.

Lageorientierte Sportler hingegen ziehen Ihre Motivation aus externen Faktoren, der Motivation durch das Publikum, Trainingspartner oder z.B. der Vorgabe des Arztes „ Sie müssen etwas tun, um gesünder zu werden“.

Auf diese beiden Typen muss im Triathlon Coaching Rücksicht genommen werden und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, um den Sportler entsprechende Maßnahmen an die Hand zu geben.

Die Athleten sollen Lernen mit Fehlern, Defekten und eigenen Misserfolgen umzugehen, damit ein solches Ereignis aus der Vergangenheit oder dem Beginn eines Wettkampfes nur indirekt Einfluss auf das Training oder den Wettkampfverlauf  hat, eine suboptimale Aktion darf vorhandene Kapazitäten oder Möglichkeiten des Athleten nicht behindern. Der Athlet muss schon im Triathlon Training lernen mit solchen Dingen umzugehen und darauf mental vorbereitet zu sein.

Positive Selbstinstruktionen („Ich kann das, ich muß mich nur richtig konzentrieren:“) können hier eine sehr gute Methode sein entsprechende Situationen zu meistern.

Autor. Takao Muehmel (Inhaber einer Firma für Triathlon Coaching), 2009 kehrte er aus den USA zurück und coacht nun auch in Deutschland Athleten aller Leistungsklassen im Online Coaching oder Personal Training
http://www.trainingmitsystem.de


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